Bautrocknung: Trocknung

Bautrocknung

Reduzierte Grenzwerte durch das neue BEB-Merkblatt „Beurteilen und Vorbereiten von Untergründen zur Verlegung von Bodenbelägen – beheizte und unbeheizte Fußbodenkonstruktionen“

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Das neue Merkblatt legt neue CM-Grenzwerte für die Belegreife von Fußböden fest:

unbeheizte Zementestriche: 2,0 CM %
beheizte Zementestriche: 1,8 CM %
unbeheizte Fließestriche: 0,5 CM %
beheizte Fließestriche: 0,3 CM %

Für Architekten, Bauherren und Bodenleger heißt es also aufgepaßt:
Wer die neuen Restfeuchtewerte überschreitet gerät im Schadensfalle in Schwierigkeiten.

Weiterhin wird im neuen Merkblatt festgelegt:

Die Oberflächentemperatur des Untergrundes sollte nicht unter 15 Grad C., bei Fußbodenheizung zwischen 18 und 22 Grad c. liegen.
Die Lufttemperatur sollte 18 Grad C. nicht unterschreiten.
Die relative Luftfeuchtigkeit im Raum sollte nicht mehr als 65 % betragen.

Diese klimatischen Bedingungen sind 3 Tage vor Beginn der Vorarbeiten und mindestens 7 Tage nach Fertigstellung beizuhalten.

Um diese Voraussetzungen überhaupt schaffen zu können, sind Bautrockner unabdingbar.

Sprechen Sie mit uns, wir bieten Ihnen von einer provisorischen Raumtemperierung bis hin zur Entfeuchtung von Neubauten und besonders von Estrichen sämtliche, für Sie entscheidende, Leistungen an.


Trocknungsverhalten von Neubauten

Bauen heißt immer einen Kampf gegen Feuchtigkeit zu führen. Einem schnellen Bauablauf werden immer natürliche Grenzen gesetzt: alle mineralischen Baustoffe, also Beton, Mauerwerk, Putz und Estrich bringen neue Feuchtigkeit in das Bauobjekt. Diese Feuchtigkeit muß erst abdampfen, um dann über die Raumluft nach Außen abgeführt zu werden.

Je nach Zustand der Parameter „Gesamtfeuchtemenge, Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit“ bildet sich im Bau ein Raumklima, das dieses Abdampfen der Feuchtigkeit fördern oder aber auch verhindern kann. Besonders bei vollwärmeisolierten Bauten gibt es oftmals Probleme, die nur mit einer fachmännischen Bautrocknung in einem akzeptablen Zeitrahmen zu lösen sind.

Unter Umständen dauert es unverhältnismäßig lange, bis Ihr Bau natürlich trocknet! Sollte kein oder nur wenig Luftwechsel vorhanden sein, so trocknet Ihr Bau überhaupt nicht. Getrocknete Estriche können im Extremfall durch weitere Baumaßnahmen oder klimatische Bedingungen sogar wieder an Feuchte zulegen, wie die folgenden Graphiken zeigen:

Sorptionstherme von Anhydritestrich
Sorptionstherme von Zementestrich

Bautrocknung ist deshalb für einen verzögerungsfreien Bauablauf unverzichtbar.

Es wird nicht nur der Estrich, sondern auch der gesamte Baukörper getrocknet. Feuchteschäden wie Schimmel werden ausgeschlossen.

Bei Zementestrichen sollte das natürliche Abbinde-Verhalten des Zementes bei der Trocknungsmaßnahme berücksichtigt werden. Sachverständige gehen von einer mindestens 7 tägigen Abdeckung des Zementestriches aus, bevor mit Trocknungsmaßnahmen begonnen werden kann. Caliumsulfat-Estriche können bereits 24 Stunden nach der Einbringung zwangsgetrocknet werden.